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Reisegeschichten - Thailand

Thailand - Koh Jum - Anreise - Mr. Boy Bar - Yam Talay - Thailändischer Meeresfrüchtesalat



Wir waren mittlerweile schon mehrmals in Thailand. Die Metropole Bangkok ist für uns nicht mehr fremd und eine erste Anlaufstelle für unsere Asienabenteuer.

Der Geruch von frittiertem Gemüse und gebratenem Allerlei der Woks in den Straßenküchen die an jeder Ecke zu finden sind, der Sound von knatternden Tuktuks und das kalte Chang Bier – das ist Bangkok.

Neben den ganzen Sehenswürdigkeiten bietet die Hauptstadt Thailands unzählige Abenteuer, auch abseits der Touristenströme. Eine tolle Möglichkeit Bangkok für kleines Geld zu sehen, ist eine Fahrt auf dem Fluß Chao Phraya mit dem Linienboot, welches verschiedene Haltstellen anfährt.

Für viele ist Bangkok nur Beginn und Ende ihres Urlaubs in dem Königreich der Elefanten. Für uns ist Bangkok mittlerweile eine unserer Lieblingsstädte Asiens.

(14 Bangkok-Tipps bekommt ihr bei dem Reiseblogger alexasia.de)

Auch wir sind in die verschiedenen Ecken des Landes gereist und haben auch die Küsten und Inseln bestaunen dürfen.

Eine unserer Favoriten ist die Insel ist Koh Jum, in der nähe von Koh Lanta.

Von Krabi aus nehmen wir eine Fähre Richtung Koh Lanta.

Zusammen mit anderen Touristen sitzen wir oben auf dem Oberdeck neben unseren Rucksäcken. Die Sonne brennt unerbittlich doch der Fahrtwind kühlt. Auf halber Strecke Richtung Koh Lanta ruft ein Mitarbeiter der Fähre: „Koh Jum, Koh Jum, Koh Jum ready!“ Janine und ich schauen uns verwirrt an. Die Insel zu unserer rechten Seite ist ca. 3 km entfernt – sollen wir schwimmen? Plötzlich sehen wir Bewegung an den zwei nebeneinanderliegende


n Stränden. Zeitgleich springen Fischer in ihre Longtail-Boote, starten ihre Außenborder und fahren Richtung Fähre. In kürzester Zeit sind 10 Longtail-Boote aus dem Nichts wenige hundert Meter vor der Fähre. Es könnte auch genauso ein Überfall von Piraten sein. Die Boote sind nach Unterkünften und Stränden aufgeteilt und bringen die Gäste zu entsprechenden Lokalitäten. Wir klettern von der überfüllten Fähre in eines der der kleinen Boote.

Ein älterer Thai mit Mütze begrüßt uns:“Sawadee!“ Zwei andere Reisende aus Frankreich kommen noch dazu. Unser Captain stößt sich von einem anderen Longtail-Boot ab, reisst lässig an dem Starter-Kabel und der Motor knattert los. Er manövriert gekonnt an den anderen Booten vorbei und gibt Gas. Die Gischt des Wassers spritzt ins Boot und in unsere Gesichter. Wir können da


s Salzwasser auf unseren Lippen schmecken und den Fahrtwind auf der Haut spüren. Herrlich! Kurz vor der Küste schmeißt der kleine Bootsführer seinen Anker aus. Weiter können wir nicht an die Küste fahren. Wir springen ins Wasser und stehen bis zum Bauch im Meer. Wir bekommen unsere Rucksäcke gereicht und waten zum Strand. Was für eine abenteuerliche Anreise!

Der Strand ist weiß wie Puderzucker und sehr feinkörnig.

Auf dem angrenzenden Hügel erstreckt sich eine kleine Bungalowanlage, die in den tiefgrünen Dschungel der Insel integriert ist. Wir beziehen unseren kleinen Bungalow, welches ganz oben am Hügel liegt. Traumhafter Blick über die Dachkronen des Dschungels und im Hintergrund das glitzernde Meer.



Am Abend kommen wir mit dem Strandbarbesitzer ins Gespräch. Er nennt sich Mr. Boy, ist 45 Jahre alt und hat ein unglaublich nettes Lächeln.

Nach dem ersten Chang Bier erfahren wir, dass er in seiner 4 qm2 großen Holzstrandbar auch wohnt. Nachdem alle Gäste gehen, klappt der die Holzverschläge runter und klettert auf den Minidachboden in sein Bett. Ein wahrer Überlebenskünstler. Er spart alle Einnahmen für seinen Traum – ein eignes Bungalow Resort und Restaurant auf Koh Jum. Da kommen wir mit ihm zusammen schnell ins Träumen. (Georg hatte ja auch mal den Plan ein Beach Bungalow Resort mit seinem Kumpel in Kambodscha zu eröffnen).

Seine Frau und er kochen ebenfalls leidenschaftlich gerne. Das passt doch wie die Faust aufs Auge!

Da er selber gerne fischt und gute Connections zu den Fischern hat, fragt er ob wir morgen Mittag einen scharfen Thai-Meeresfrüchtesalat zubereiten wollen.

Na klar! Wir freuen uns sehr und trinken noch ein paar Drinks in der mittlerweile angenehm warmen Nachtluft und lauschen den Wellen.


Die sirrende Hitze und ein leichter Hangover wecken uns in unserem Bungalow Nummer 9 oben am Berg der Anlage. Nach einem kurzen Frühstück wecken wir Mr. Boy. Er war bis in den frühen Morgenstunden mit seinen Freunden beim Fischen und hat einiges gefangen: Fische, Krebse und Tintenfisch präsentiert er uns auf Eis gelegt in einer Kühlbox.

Schnell werden Brettchen, Messer und alle Zutaten auf der Theke der Bar präpariert und es kann losgehen. Frische Meeresfrüchte, Chilis, Limetten und Ingwer bilden die bunten Zutaten. Was gibt es schöneres als einen frischen und scharfen Meeresfrüchtesalat direkt an einer Strandbar selbst zuzubereiten.

Am Abend essen wir den Meeresfrüchtesalat.

Er schmeckt salzig, scharf und frisch. Die Limetten geben den Meeresfrüchten eine tolle zitronig-frische Note. Wir genießen unser selbst gemachtes Thaifood auf der kleinen Terasse der Beachbar und schlürfen dazu ein kaltes Thai-Bier. Die Sonne geht blutrot im Meer unter und taucht die kleine Insel Koh Jum in ein mystisches Licht. Thailand, du kannst so verdammt schön und lecker sein.

(Und das Beste an dieser kleinen Story: Mr. Boy hat mittlerweile sein eigenes Resort auf Koh Jum – ein richtiges Happy End!)

Anbei das Rezept Yam Talay - Thailändischer Meeresfrüchtesalat



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